Chronik

1947 gründeten einige Frauen und Mädchen aus den ortsansässigen Vereinen, Gesangsverein „Rheingold“ Witterschlick, „Turnerbund 1906“ Witterschlick und dem Junggesellenverein „Gemütlichkeit“ Witterschlick das Damenkomitee Tonmöhne. Die Damen wollten besonders Weiberfastnacht nach rheinischen Humor feiern.

Helene Alef wurde zur ersten Präsidentin des Vereins, gab das närrische Zepter aber nach drei Jahren an Zilli Lammerich ab. Leider musste Frau Lammerich dieses nach fünf Jahren aus Zeitmangel an Katharina Birrenbach weitergeben.

1956 wurde die erste Damentanzgruppe der Tonmöhne gegründet und ebenfalls das wohl einzigartigste Witterschlicker Prinzenpaar proklamiert. Es bestand aus zwei Frauen, als Karl I. regierte Kati Sühl zusammen mit Maria Buchholzs als Tona I. die Witterschlicker Narren.

Nach vier Jahren wurde das närrische Zepter der Tonmöhne abermals weitergegeben. Anna Rosenau war als Präsidentin des Vereins ein absoluter Glücksgriff. 1959 wurde unter ihrer Regenschaft die erste Kindersitzung für die Witterschlicker „Pänz“ und deren Eltern veranstaltet. Durch die Kindersitzung gab es bereits zwei Jahre später eine eigene Kindertanzgruppe und 1963 das erste Kinderprinzenpaar Robert Fuhs als Prinz Robert I. und Brigit Ohlenhardt als Prinzessin Brigit I. proklamiert.

Dreizehn Jahre regierte Anna Rosenau das Narrenschiff und gab die Präsidentschaft an Hildegard Häger ab welche nur nach zwei Jahren diese an Agnes Weber weitergab. Leider musste man sich nach drei Jahren Präsidentschaft auch von ihr wieder verabschieden. Durch den schnellen Präsidentenwechsel kam Unruhe in den bis dahin so erfolgreichen Verein.

Bei den Diskussionen über eine neue Präsidentin splittete sich das Damenkomitee, manche Damen verließen sogar den Verein. Auch die Tanzgruppen litten darunter und fielen auseinander. Außerdem fanden die Kindersitzungen nicht mehr statt. Dies war der erste Tiefschlag den der Verein seit der Gründung meistern musste.

Otti Weber wurde danach zur Präsidentin gewählt und rief den Hausfrauennachmittag ins Leben der immer Anfang November stattfand. Sie bot den Witterschlicker Frauen mit dieser Veranstaltung in einem gut besuchten Saal ein paar Stunden Frohsinn und Freude.

1987 führte das Damenkomitee erneut eine Proklamation durch und es wurde erneut eine Kindertanzgruppe gegründet.

Otti Weber führte die Narren fünfzehn Jahre an, gab die Präsidentschaft dann aber an Doris Viernich 1993 ab. Im gleichen Jahre wurde aus dem Hausfrauennachmittag der Bunte Nachmittag und wurde von Mittwoch auf Samstag verlegt. Ab jetzt durften auch die Männer in den Genuss des bunt geschmückten Saals und der Auftritte kommen.

Zum 50. Jubiläum wurde aus den Bunten Nachmittag wieder eine Abend Veranstaltung inklusive Proklamation von Prinz Harald I. (Vianden) und seine Lieblichkeit Käthe III. Dies war der Auftakt zur erfolgreichen Prunksitzung.

Bis zum Februar 2003 war Doris Viernich Präsidentin der Tonmöhne und regierte genau 10 Jahre das Narrenschiff.

Wieder einmal wurde die Diskussion über eine neue Präsidentin dem Verein zum Verhängnis. Wieder traten viele Vereinsmitglieder aus und die Novembersitzung fiel aus. Der Verein drohte auseinander zu fallen, es wurde eine außerordentliche Versammlung einberufen um mit den übrig gebliebenen über die Zukunft des Vereins zu beraten.

Da die Jugend den alteingesessenen Verein nicht aufgeben wollte, wurde beschlossen aus dem Damenkomitee Tonmöhne unter dem ersten Präsidenten Michael Bois, den Karnevalsverein Tonmöhne zu gründen. Der Name Tonmöhne bliebt natürlich. Da im Hintergrund unsere Männer, Söhne und Freunde das Damenkomitee schon länger unterstützten, sollten sie dies nun ganz offiziell als Vereinsmitglieder im neuen Verein tun.

Unter der Regie von Michael Bois fand im November 2004 die Prunksitzung und 2005 die Weiberfastnachtsitzung statt. Seit jeher findet die Weiberfastnachtsitzung (de Kaffeeklatsch) nach alter Manie, zusammengestellt aus eigenen Kräften im Witterschlicker Pfarrzentrum statt. Leider musste Michael Bois seine Präsidentschaft bereits im ersten Jahr aus beruflichen gründen an Albert Lange-Hegermann weitergeben. Leider musste man sich 2013 ebenfalls wieder von ihm verabschieden.

Irene Ossowski übernahm die Präsidentschaft und regiert das Narrenschiff bis jetzt durch höhen und tiefen. Mittlerweile zählt die Tonmöhne wieder mehr als 60 Mitglieder und verfügt wieder über eine Showtanzgruppe, zwei Gardetanzgruppen und eine Kindergarde. Außerdem hat sich ein Rednerduo gefunden welches es versteht ihr Publikum zu begeistern.

Trotz der Turbulenzen, Höhen und Tiefen die der Verein bisher verkraftet hat oder vielleicht genau deswegen bereitet das Vereinsleben auch viel, viel Freude.

Etliche gesellige, lustige und frohe Stunden haben wir bisher gemeinsam verbracht und das nicht nur in der Karnevalszeit vom 11.11 bis Aschermittwoch, das ganze Jahr über wird Geselligkeit großgeschrieben. Ausflüge mit jung und alt, Fahrradtouren, Grillfeste, Partys, Weihnachtsfeiern, Theaterbesuche usw. gehören einfach dazu bleiben als schöne Erinnerungen erhalten. Vereinsleben beinhaltet aber auch:

Jugendarbeit leisten. Soziales Engagement. Die Vereins- und Dorfgemeinschaft fördern.

Sind Sie nun ein wenig neugierig auf unseren Verein geworden?

Dann schauen Sie doch direkt auf einer unseren zahlreichen Veranstaltungen vorbei oder unterstützen Sie uns als aktives/inaktives Mitglied.